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Ungarn im November mit 410 Millionen EUR Handelsüberschuss

Im ungarischen Handel war im November 2009 ein Überschuss von 409,5 Millionen EUR zu verzeichnen. Die im endgültigen Bericht des Statistischen Zentralamtes (KSH) bekanntgegebene Zahl weicht nur gering von der vorläufigen ab (411 Millionen EUR). Im Oktober hatte der Überschuss 471 Millionen EUR betragen. Erstmals seit September 2008 konnte im Jahresvergleich ein Anstieg des Handelsvolumens registriert werden.


Der Handelsüberschuss im November überragte noch immer bei Weitem den im entsprechenden Vorjahresmonat (77,2 Millionen EUR).

In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres betrug der Handelsüberschuss 4,194 Milliarden EUR. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte ein Defizit von 238 Millionen EUR bestanden. Das gesamte Jahr 2008 wurde mit einem Defizit von 319,4 Millionen EUR abgeschlossen.

Das Exportvolumen war im November um 2,7% größer als im Vergleichsmonat von 2008. Im Oktober hatte noch ein Rückgang um 2,7% zu Buche gestanden. Das Importvolumen war laut KSH-Bericht im November 2009 um 1,1% größer als zwölf Monate zuvor, während der Jahresvergleich im Oktober noch ein Minus von 9,1% ausgewiesen hatte.

Sowohl im Export als auch im Import lag damit erstmals seit September 2008 das Volumen über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Für den Zeitraum Januar-November weist die Statistik noch einen starken Volumensrückgang aus: -13,4% im Export, -19,2% im Import.

Nach der Berechnungsmethode ESA 95 der Europäischen Kommission war der Export mit 5,778 Milliarden EUR um 3,3% geringer als im November 2008. Die vorläufige Zahl des KSH war -1% gewesen. Der Import, 5,367 Milliarden EUR, war um 9,0% schwächer (nach 8,8% im vorläufigen Bericht). Im Vormonat, also Oktober 2009, hatten die entsprechenden Zahlen noch wesentlich tiefer im Minus gelegen: -11,8% im Export, -20,8% im Import.

Vom Oktober zum November wuchsen der Export um 69 Millionen EUR und der Import um 130 Millionen EUR.

Nach ESA 95 betrug der Export in den Monaten Januar-November vergangenen Jahres 54,812 Milliarden EUR und war damit um 20,4% schwächer als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auf der Importseite sank der Wert um 26,8% auf 50,618 Milliarden EUR.

Das Handelsverhältnis Export/Import war im Zeitraum Januar-November 2009 um 1% besser, weil die Exportpreise in Forint um 3,1% stiegen, die Importpreise dagegen nur um 1,8%. Im selben Zeitraum verlor der Forint gegenüber dem Euro durchschnittlich um 12%, gegenüber dem Dollar um 20%.

In Devisen fielen die Außenhandelspreise in den elf Monaten um rund 10%.

Der Export von Maschinen und Anlagen – der drei Fünftel des gesamten Exports ausmacht – sank in den ersten elf Monaten von 2009 gegenüber denen von 2008 um 16%. Im Import dieses Sektors – etwa der Hälfte des Gesamtimports – betrug der Rückgang 21%. Der Export von Straßenfahrzeugen schrumpfte um zwei Drittel, der Import solcher Erzeugnisse halbierte sich. Im November lag das Minus bei 10%, gegenüber einer niedrigen Vergleichsbasis.

Im Handel mit Telekommunikations-Erzeugnissen und Unterhaltungselektronik zeigt die Statistik weder im Export noch im Import erhebliche Veränderungen, weil nach einem jähen Rückgang am Jahresanfang im Sommer wieder Wachstum einsetzte.

Bei den industriegefertigten Produkten verlangsamte sich der Schwund des Stahl- und Eisenhandels von 20% im Oktober auf 15% im November. Für den Zeitraum Januar-November zeigte der Jahresvergleich aber einen Rückgang um 40%.

Bei den Pharmaerzeugnissen lagen die Zahlen der ersten elf Monate sowohl des Exports als auch des Imports leicht über denen des Vergleichszeitraums 2008. Der Import von Energieprodukten verringerte sich dagegen um 20%, während die Preise um 11% sanken. Am stärksten schrumpfte der Gasimport, aber im November war er um 40% größer als im Vergleichsmonat. Die Einfuhr von Rohöl und Rohölprodukten verringerte sich unterdurchschnittlich. Der Stromimport wuchs zunehmend vom Juni an.

Der Export von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakerzeugnissen zwischen Januar und November 2009 unterschied sich mengenmäßig nicht wesentlich von dem der ersten elf Monate 2008. Der Import ging um 7% zurück. Für den Export von Getreide und Getreideerzeugnissen im Zeitraum Januar-November wird Wachstum ausgewiesen, aber von Juli an ist Rückgang zu beobachten. Ausfuhr und Einfuhr von Tieren und Fleisch lagen über dem Vorjahresniveau.

Im Handel mit der Europäischen Union war ein bedeutender Rückgang zu verzeichnen: im Export um 12% und im Import um 20% (Jahresvergleich Januar-November). Ungarns Überschuss im Handel mit den EU-Ländern wuchs um fast 1,9 Milliarden EUR auf 8,618 Milliarden EUR. Nach einem steilen Absturz des Handels mit Deutschland, dem bedeutendsten Partnerland, schwächte sich der negative Trend deutlich ab. Im November befand sich der Import bereits wieder auf Vorjahresniveau, während der Export nur um 5% unter der Vergleichsmarke lag.

Der Überschuss im Handel mit den EU-15-Ländern verdoppelte sich im Zeitraum Januar-November auf 5,613 Milliarden EUR. Umgekehrt entwickelte sich der Handel mit den neuen EU-Ländern: Der Überschuss verringerte sich um annähernd 1,2 Milliarden EUR auf knapp über 3 Milliarden EUR.

Der Handel mit den Nicht-EU-Ländern ging sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren um 20% zurück. Beim Handel mit den europäischen Nicht-EU-Ländern zeigt die Statistik der Monate Januar-November einen Überschuss von 942 Millionen EUR gegenüber 417 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Defizit im Handel mit den asiatischen Ländern ging um 1,6 Milliarden EUR auf 6,116 Milliarden EUR zurück. Hauptsächlich war dies auf verbesserte Saldi mit China, Taiwan und Japan zurückzuführen.

 


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