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Londoner Bank: ERM-II-Beitritt 2011 möglich

Den Beitritt Ungarns zum Wechselkursmechanismus ERM II hält die Bank of America-Merrill Lynch für eine realistische Perspektive. Das Londoner Geldinstitut sieht Ungarn im Vorsprung vor anderen Ländern der Region.


In ihrer „EEMA-Prognose für das kommende Jahrzehnt” räumt die Bank of America-Merill Lynch ein, dass eine Vorhersage für einen Zeitraum von zehn Jahren etwas „leichtsinnig” sein mag, aber sie entspreche völlig der langfristigen Vorstellung über die Entwicklung der EEMA (Osteuropa, Naher Osten, Afrika).

Zu den wichtigen Aussagen der Studie gehört, dass der Beitritt zur Eurozone nach der Krise von 2009 wieder attraktiver werde. „Überraschenderweise kann Ungarn die Aufnahme in den ERM II als erstes Land, nämlich bereits 2011 schaffen”, vermutet die Bank. „Für seinen Beitritt zur Eurozone erscheint 2014 als wahrscheinliches Datum.” Tschechien, Polen und schließlich Rumänien kämen wahrscheinlich erst später, nach Konsolidierung der Staatsfinanzen an die Reihe.

„Die meisten Investoren, die wir treffen, sind überrascht über die schnelle finanzwirtschaftliche Erholung Ungarns”, bemerkt die Bank.

In einem früheren Bericht hatte die Bank of America-Merrill Lynch eine „massive” Verbesserung der finanzwirtschaftlichen Lage Ungarns konstatiert. Die fiskalische Position des Landes gehöre zu den stärksten der Welt.

Andere Finanzinstitute der City beurteilen die Aussicht Ungarns auf Übernahme des Euros pessimistischer.

Die Londoner Bank HSBC meint, die ungarische Regierung könne sich zur ERM-II-Mitgliedschaft erst entschließen, wenn das strenge Defizitverfahren der EU erfolgreich absolviert sei, wenngleich dies keine Bedingung für den Beitritt sei. Als wahrscheinlichen Zeitraum für diesen Schritt sieht die HSBC die Jahre 2012/2013. Die Übernahme des Euros sei frühestens 2014/2015 möglich.

 


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