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Leitzins auf niedrigstem Niveau seit 2006

Die Ungarische Nationalbank (MNB) hat den Leitzins am Montag erwartungsgemäß um 25 Prozentpunkte auf 6,0% gesenkt.


Der Monetärrat der Notenbank erklärte, wegen der Unsicherheit der internationalen Finanzlage sei nur eine vorsichtige Senkung des Zinses möglich gewesen. Deshalb habe man sich für eine Reduzierung um 25 Prozentpunkte entschieden.

Eine durch die Inflationspersektive und realwirtschaftliche Aussichten begründete weitere Senkung könne erfolgen, wenn die Risikobeurteilung des Landes dies zulasse, heißt es in der Mitteilung, die der Rat nach seiner Entscheidung abgab.

Der Leitzins ist auf das tiefste Niveau in seiner 20-jährigen Geschichte zurückgekehrt. Schon zwischen dem 20. September 2005 und 20. Juni 2006 hat er bei 6,0% gelegen.

Analysten haben im Januar einen Rückgang des Leitzinses auf 5,5% bis Ende 2010 prognostiziert. Nach Einschätzung des Monetärrates kann die ungarische Wirtschaft nach der tiefen Rezession des vergangenen Jahres von Mitte 2010 an wieder zu kontinuierlichem Wachstum ansetzen.

Die Dynamik der ungarischen Wirtschaft werde derzeit von gegensätzlichen Tendenzen bestimmt: der sich langsam belebenden ausländischen und der weiterhin schrumpfenden inländischen Nachfrage, heißt es in der Erklärung des Monetärrates. Infolge dessen sei die Zahlungsbilanz in einen gleichgewichtsnahen Zustand gelangt.

Der Präsident der MNB, András Simor, sagte am Montag auf einer Pressekonferenz, die weitere Senkung des Leitzinses hänge von der Beurteilung des Landesrisikos ab. Wenn sich die Beurteilung Ungarns in der Kampagne vor der für April anberaumten Parlamentswahl verändere, könne sich auch der Leitzins verändern.

 


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